Alte Steinsäge Demitz-Thumitz

 Eröffnung Alte Steinsäge

 

Alte Steinsäge als „touristisches Zugpferd“ geöffnet

 

Das Ortszentrum von Demitz-Thumitz ist um eine weitere thematische Stein-Attraktion reicher: Gegenüber des Infoplatzes wurde eine bis in die 1990er Jahre hinein betriebene Steinschleiferei aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt. Mit viel Liebe zum Detail versetzten Fachfirmen und ehrenamtliche Helfer die alte Steinsäge wieder in ihren ursprünglichen Zustand. Auf Knopfdruck können nun die Gästeführer des Granitdorf e.V. interessierten Besuchern das historische Gattern von Stein vorführen. In verschiedenen Kurzfilmen kommen ehemalige Steinarbeiter vom Klosterberg zu Wort und werden technische Entwicklungen verständlich erklärt.

 

Im Gegensatz zur atmosphärisch dicht am Originalzustand gehaltenen Werkstatt wirkt der mit Glas und Granit gestaltete Vortragsraum. Er greift die modernen Einsatzmöglichkeiten beider Werkstoffe auf und spannt den Bogen zur Gegenwart. Aktuelle Erzeugnisse der Glasbläserei „Julia“ aus der Projektpartnergemeinde Piechowice werden neben verschiedenen Souvenirs aus Granit und Glas präsentiert. Tafeln informieren über die einzelnen Arbeitsschritte in der Gewinnung und Verarbeitung des harten Granodiorits mit dem Handelsnamen „Lausitzer Granit“. In hinterleuchteten Vitrinen zeugen Exponate vom harten wie freien Leben im Bruch.

 

Möglich wurde die Eröffnung der Alten Steinsäge im Granitdorf mit finanzieller Unterstützung aus dem EU-Förderprogramm Sachsen-Polen für grenzüberschreitende Initiativen und Vorhaben. Auch der Freistaat Sachsen beteiligte sich an der Projektfinanzierung. Während ihrer Eröffnungsrede im Rahmen des Offenen Granitdorfes wies Frau Bürgermeisterin Pallas auf die weiterführende Fördernotwendigkeit vor allem für Vorhaben im ländlichen Raum hin. Ohne diese Unterstützung fiele es schwer, besondere Erlebensakzente im dörflichen Umfeld zu setzen.

 

Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung am 15.09.2013 präsentierte sich die Partnergemeinde Piechwowice mit einem eigenen Stand zur Glasgravur. Eine Wanderausstellung informierte über das Gesamtprojekt sowie die grenzüberschreitende Erlebnisroute „Wege zu Glas und Granit“. Der Projektpartner Geokompetenzzentrum Freiberg e.V. unterstrich in einem Grußwort die besondere emotionale Komponente des Projekts: Menschen besinnen sich auf ihre ursprüngliche Könnerschaft im Umgang mit Glas und Granit, entwickeln Stolz und einen identitätsstiftenden Bezug zur eigenen Region.

 

Ab sofort kann die Alte Steinsäge besichtigt werden:

 

Tourismus-Kontaktbüro Gemeinde Demitz-Thumitz

Herr Johannes Rast

+49-3594-775913

+49-174-6933067

 

 

Erlebnismuseum Alte Steinsäge

 

Herzlich willkommen im Erlebnismuseum "Alte Steinsäge"

 

 

 

 

 

 

Planungsworkshop zur Umsetzung Erlebnismuseum „Alte Steinsäge“

Die Organisatoren waren selbst vom Interesse der Einwohner und Gäste überrascht: Mehr als dreißig Interessierte fanden sich im Versammlungsraum der Feuerwehr von Demitz-Thumitz zusammen, um sich über den derzeitigen Arbeitsstand Erlebnismuseum „Alte Steinsäge“ zu informieren. Im Rahmen eines grenzüberschreitenden Projektes „Wege zu Glas und Granit – Eine Erlebnisroute zwischen Riesengebirge und Lausitzer Bergland“ wird es Demitz-Thumitz möglich, einen weiteren Baustein in ihr Erlebniskonzept „Granitdorf“ einzufügen. Auf dem Areal der ehemaligen Steinschleiferei Mildner vis –a-vis des Infoplatzes im Ortszentrum der Granitgemeinde entsteht ein Erlebnismuseum, in der das Steinmaterial sowie seine Bearbeitungstechnik präsentiert werden sollen.

 

Frau Domsch, neben der Gemeinde Piechowice dritter Projektpartner vom Geokompetenzzentrum Freiberg e.V., führte in das Gesamtprojekt ein. Neben den beiden investiven Maßnahmen in den beiden Orten wird eine Erlebnisroute „Glas-Granit“ als Radweg zwischen dem Riesengebirge und dem Lausitzer Bergland entstehen. Dabei wird entlang der Route auf Sehenswertes aus Naturstein und Glas verwiesen. Die Touristen entdecken aufgelassene wie aktive Steinbrüche, interessante Verwendungsbeispiele von Glas und Stein an Kirchen und Rittergütern und erfahren „nebenbei“, wie noch heute mit diesen Handwerksmaterialien gearbeitet wird.

 

Im Rahmen des Projektes wird themenbezogenes Info-Materialien zum touristischen Potenzial von Piechowice und Demitz-Thumitz mit Schwerpunkt Glas bzw. Granit erarbeitet. Ein gemeinsames Logo weist auf die intensive Zusammenarbeit der drei Projektpartner hin. Zudem sollen zukünftig fünf verschiedene Glas-Granit-Souvenirs die Besucher und Gäste auf die beiden Themengemeinden aufmerksam machen.

 

Hauptschwerpunkt der Veranstaltung bildete aber die Ausgestaltung des Erlebnismuseums „Alte Steinsäge“. Bauamtsleiter Herr Matthies führte in den derzeitigen Arbeitsstand ein. Vor Ort konnten sich die Teilnehmer einen eigenen Überblick über die Gestaltungsmöglichkeiten schaffen. Anschließend wurde in Arbeitsgruppen über die mediale Präsentation, die Einbindung der zur Verfügung stehenden Steintechnik sowie eine Gesamtkonzeption zu Innenbereich und Außengelände beraten. Die polnischen Gäste beteiligten sich aktiv am Gedankenaustausch; drei Dolmetscher sorgten für eine gute Verständigung. So konnten mitgereiste polnische Architekten ihr Fachwissen einbringen und gute Ideen zur Gesamtkonzeption vorstellen. Frau Barber, Herr Nadolny und Herr Schöne moderierten die Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen und stellten sie abschließend im großen Gremium vor.

 

Einigkeit besteht darüber, die authentische Wirkung des eigentlichen Werkstattraumes weitestgehend zu erhalten. Im Eingangsraum soll vor allem eine moderne Gestaltung überwiegen. Moderne Präsentationstechnik nimmt den Besucher auf eine Reise historischer wie gegenwärtiger Steingewinnung und –bearbeitung mit. Es wurde sich außerdem verständigt, dass nicht zum letzten Mal in den Arbeitsgruppen über die museale Umsetzung nachgedacht wurde. Ein gemeinsamer Prozess – auch im Austausch mit den polnischen Gästen – wurde in Bewegung gebracht.